Mit „gefährlichen Ideen“ auf der Anklagebank

Vor kurzem gab Manuel Schmid, ICF Pastor und Dozent am Theologisches Seminar St. Chrischona in Basel, der idea spektrum, ganz im guten Glauben vermutlich, ein spannendes Interview zu den theologischen Reflexionen des Open Theism. Schmid hat sich vor allem im Rahmen seiner Dissertation mit diesem Themenkomplex auseinandergesetzt und die Ansätze des offenen Theismus in jahrelanger, akademischer Feinarbeit kritisch, sicher aber auch wohlwollend beleuchtet und diskutiert. Ein spannendes Thema möge man meinen und absolut der Auseinandersetzung wert! Denkt man. Vermutlich hat ein Manuel Schmid selber nicht im Ansatz vermuten können, welchen Sturm dieses kurze Interview in eher konservativen, evangelikalen Gefilden letztlich lostreten würde.

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Insbesondere konservative Blogger, unter der Flagge eines Biblipedia, die sich den Kulturkampf auf die Fahne geschrieben haben, stellen Manuel Schmid aufgrund seiner Beschäftigung mit dem offenen Theismus nun als „False Teacher“ und „Häretiker“ dar und unterstellen diesem gar subversive Absichten. Nicht, dass ich als „Gott ist Links“ Autor dies nicht auch irgendwie ganz lustig fänd, aber bezüglich eines Manuel Schmids und auch den Ansätzen eines Offenen Theismus ist das einfach grundsätzlich völlig überzogen und auch an der, von Manuel Schmid angestoßenen, akademischen Diskussion vorbei.

Manuel Schmids persönlich formulierte Stellungnahme, kann man im übrigen bei solia-gratia nachlesen. Sollte man auch.

Freilich vergreifen sich gesittete Europäer, klammert man AfD, Pegida und so einige Trolle in den Kommentaren bei Idea und Pro einmal aus, nicht so schnell im Ton, wie wir das etwa aus Amerika kennen, wo die Trennlinie zwischen Progressiven und Konservativen ja vor allem an den Shitstorms und Diffamierungsversuchen auszumachen ist, die da von fundamentalistischer Seite in der Regel abgeschossen werden. – Man erinnere sich an Vicky Beechings Coming Out und was ihr da alles böses entgegengesetzt wurde. Oder auch die Diskussion um Rob Bells „Love wins“. Da war vieles nicht nur eines Christen unwürdig, sondern generell auch als menschenverachtend zu bezeichnen. – Aber dennoch ist der konservative Aufschrei und der merkwürdige „Tanz der Agonie“, der da auf konservativer Seite aufgeführt wird, nicht nur völlig unangemessen der Person Manuel Schmids gegenüber, sondern vor allem auch eines – nämlich deutlich off topic.


Der „Open Theism“ ist sicherlich nicht der heiße Scheiß der progressiven Szene

Hey Leute mal ernsthaft – habt ihr euch einmal mit Prozess- oder Pyrotheologie auseinandergesetzt? Um Gott neu zu denken gibt es mittlerweile deutlich konsequentere und progressivere Ansätze, als den eines offenen Theismus. Wenn sich da schon aufgeregt und von „False Teacher“ geredet wird, dann würde ich gerne mal sehen, wie die Pumpe geht, wenn ein Rob Bell oder Peter Rollins versehentlich in die evangelikalen Medien Heterotope im deutschsprachigen Raum grätschen würde.

Der Offene Theismus ist spannend sicher, hier und da vielleicht auch herausfordernd, aber m.E. nach wie vor auch in einer evangelikalen Theologie verwurzelt. Andere gehen da viel weiter, sprengen nochmals deutlich mehr Diskurs-Verkrustungen auf. Ein Peter Rollins hat als überzeugter Pyrotechniker da ganz andere Kaliber auf Lager. Viele Perspektiven des Offenen Theismus sind aus Sicht von Christen, die viel progressivere Gedanken gewohnt sind, oftmals nicht viel mehr als leichte Verschiebungen in den Formulierungen, der generell aber doch evangelikal geprägten Grundannahmen. Am evangelikalen Gottesbild wird da ja schon auch weiter festgehalten. An die generelle Topik des Evangelikalismus wagt sich letztlich ein offener Theismus nicht wirklich heran. Auch mit einer liberalen Theologie hat das ganze eigentlich eher wenig zu tun. Um wirklich Grund für höhere Herzfrequenzen zu haben, müsste man definitiv nochmal ein, zwei Schubladen weiter links aufmachen.


Die Fragen des Open Theism drängen sich einem halt auf

Selbst in einem evangelikal geschlossenen Glaubensverständnis ist es doch irgendwie nachvollziehbar, dass man nach zweitausend Jahren dann doch vielleicht einmal die Frage aufwirft, ob man nicht hier und da vielleicht einmal umdenken könnte. Ist ja nun nicht so, als sei dies vormals nie passiert.

Immerhin warten da Millionen Christen weiterhin auf die Wiederkunft ihres Messias und irgendwie kommt der Dude offensichtlich nicht an den Start. Komisch. Vielleicht wartet man tatsächlich auf Godot und übersieht, dass Gott längst völlig wo anders ist. Da kann man ja schon mal nachfragen, mal nachhaken oder nicht? Ist das wirklich so schlimm und so problematisch? Wenn man den Darstellungen einiger konservativer Blogger folgt, scheint ein solches Fragen ja bereits per se existentielle Ängste zu provozieren. Der offene Theismus, unter anderem, stellt sich solchen offenen Fragen, ist dadurch vor allem aber erst einmal eines, nämlich ehrlich.


Mit einem zu engen Konservativismus kann man den Glauben auch komplett abschaffen

Sind wir mal realistisch. Das Christentum kackt in den westlichen, aufgeklärten Gesellschaften immer weiter ab. Grund hierfür ist sicherlich auch, dass unser Glaube in vielem den Fragen der jüngeren Generationen nicht mehr wirklich begegnen kann. Ein Suchen nach Gott und Spiritualität verschiebt sich zunehmend auf andere Gebiete. Mit unserem christlichen Glauben kommen wir da nicht mehr an. Und hier muss ich, als überzeugter Christ, einfach sagen – selber schuld! Denn wenn unsere Topik, unser Verständnis von Gott so dermaßen mythologisch verengt bleibt, sich dermaßen bindet an Vorstellungen und Erwartungen aus Kulturen, die seit nunmehr Jahrhunderten nicht mehr existent sind, dann ist klar, dass man damit heute nichts mehr groß anfangen kann. Dass das keinen mehr abholt. Dann ist klar, dass man da als Dritter den Eindruck bekommt, dass die eigenen Fragen in solchem Umfeld keine wirklichen Antworten finden.

Die Menschen suchen Glauben, aber durchaus einen, den sie auch glauben können, einen der Sinn macht, der wirklich auch dem entspricht, wonach man fragt, was die Menschheit, und was der Einzelne an Fragen auch wirklich mitbringt. Auch Gott muss Sinn machen, sonst macht es keinen Sinn mit diesem Gott.

Oft setzt ein evangelikaler Glauben mit seinen Antworten aber Fragen voraus, die in der Form heute so eigentlich überhaupt keiner mehr stellt. Daher wird ein evangelikaler Glaube in einer säkularen Gesellschaft heute auch zunehmend nur noch als Trugbild rezipiert. Mit Michael Ende könnte man gar von „Lüge“, von „Hirngespinst“ sprechen, von etwas, dass eigentlich einen neuen Namen braucht, wenn es denn weiter leben will, wenn es denn wieder Leben hervorbringen möchte. Der offene Theismus versucht sich an solchen neuen Namen. Versucht den Fragen der Menschen zu begegnen. Und dies wirklich noch sehr behutsam und zahm.

Meines Erachtens muss diese Sprachlosigkeit des christlichen Glaubens in der säkularen Welt eigentlich nicht sein. Dann nämlich nicht, wenn wir uns den eigenen Anfragen an Glauben wirklich stellen, wenn wir, wie ein offener Theismus dies beispielsweise versucht, diese Fragen einfach auch zulassen und sagen: „Hey, Gott, wie ist das eigentlich? Irgendwas stimmt da doch nicht. Wo bist du? Wie schaut das aus mit dir und der Welt?“

Wenn man sich diesem Anspruch jedoch aus Angst auf Dauer entzieht, ist klar, dass dann Stillstand herrscht. Dass da nichts mehr geht irgendwann. Auch, dass unser christliches Denken über Gott den Anschluss an eben jene Menschen verliert, die diese Ängste hier nicht haben. Die frei und ehrlich nach Glauben und Spiritualität fragen können und dies auch tun. Menschen, die in solchem Modus aber auch ehrliche Antworten erwarten und sich nicht mehr vom Schreckgespenst eines Fegefeuers aufscheuchen und in die Enge treiben lassen.


Statt Dialog und Ökumene werden die Schützengräben oft nur immer tiefer getrieben

Vordergründig wird auch in der evangelikalen Szene gerne von Ökumene geredet und dies auch gerne plakatiert und auf Transparenten vor sich her getragen. Aber postulieren ist nicht machen! In Wirklichkeit macht man sich da schon oft etwas vor. Denn geht dann ein Greg Boyd oder Rob Bell tatsächlich mal hin zu einer euren Veranstaltungen, dann steht da doch ganz schnell wieder ein Sven Marquardt an der Tür, der ihm sagt „Du kommst hier nüsch‘ rein“, oder der ihm zumindest sein Handy abnimmt, damit er ja nicht irgendetwas unerwünschtes macht. Im Berghain ist nämlich Handy Verbot. Da will man am Ende doch nur unter sich bleiben.

Der evangelikale Club ist letztlich gar noch exklusiver als das Berghain. Einmal ein falsches Wort, einmal eine Frage zu viel und du stehst am Pranger als False Teacher, als Kritiker, als Häretiker und unter dir brutzeln schon die Höllenfeuer, frisch geschürt für den Anti-Christen. Doch der Anti-Christ sind die Evangelikalen dann oft letztlich selbst, dann nämlich, wenn sie ein ehrliches Fragen nach Gott eigentlich eher verbieten als fördern, indem sie sich als Türsteher vor Gottes Club aufführen und die Fragen, die man stellen darf, schon vorab auf den Partyflyer drucken. Und wehe du fragst am Ende was anderes! Dann bist du raus!

Die Tür vom Berghain ist so mittlerweile berüchtigter als der Club selbst. Wer sich da mal durchgekämpft hat, indem er entweder fleißig das Wochenend-Lineup studiert hat, um den Türstehern die passenden Antworten liefern zu können, oder sich kulturell so passend herausgeputzt hat, dass er möglichst unauffällig vorbei schlüpfen kann, der fragt sich drinnen dann unter Umständen schon mal: „Hat sich die ganze Scheiße jetzt wirklich gelohnt?“ Vielleicht überlegt er sich dann, ob er nicht vielleicht doch besser einfach ins Kater Holzig oder in die Griessmühle hätte gehen können, weil er dort nämlich tatsächlich auch so dabei sein darf wie er ist. Als Mensch, als Fragender, als Gottsucher. Bin mir nicht sicher, ob in unserem christlichen Berghain tatsächlich immer Jesus Christus an der Tür steht. Es kommt mir oft doch eher nach Sven Marquardt vor.


Mir persönlich ist Manuel Schmid eigentlich schon zu konservativ

Bevor Manuel Schmid mit seiner Diss und vielen Jahren ernsthafter Arbeit unterm Arm an der Tür von Idea Spektrum Einlass fand, diskutierte dieser seine Reflexionen bereits bei meinem Lieblingspodcast, nämlich den Mädels und Jungs der MOSAIK Community in Düsseldorf (viva la revolución!). In dieser Konstellation war Schmid fast eher in der Rolle des konservativen Gesprächspartners zu finden und musste sich mit Jason Liesendahls deutlich progressiveren Anfragen an die Thesen des offenen Theismus auseinandersetzen. Ganz anders also, wie im Falle der nun geführten Idea Diskussion. So kanns kommen! Einmal diese Seite, einmal die Andere. Nur mir dem Unterschied – Im Remixpodcast entwickelte sich ein spannendes und produktives Gespräch, im gegenseitigen Respekt und Austausch, das hier gerne auch einmal angehört werden kann. Es lohnt sich.

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Tatsächlich hat das Berghain genug Platz für alle Techno Jünger

Richtig, auf dem Mainfloor des Berghains geht’s zur Sache. Das kann einem schon mal zu hart, zu progressiv sein. Aber der Laden hat deshalb ja mittlerweile auch weitere Floors. In der Panorama Bar kann man sich auch mal entspannen, da geht’s meist ein wenig gemütlicher, ruhiger und mehr retro zu. Da kann man zwischendurch mal loslassen, sich auch mal etwas einrichten, wenn einem das ganze freshe, harte Zeug zu viel wird. Wer hingegen komplett übermütig ist, der schleicht sich vielleicht direkt in einen der Dark Rooms, dort wo das wirklich gefährliche Zeug abgeht. Wo es wirklich auch mal echt abgründig und fast schon zu fuckin‘ ehrlich werden kann. Für einen Dark Room hätte ich persönlich dann auch zu viel Schiss. Man muss aber eben auch nicht alles. Und das wäre der entscheidende Punkt für mich. Es muss alles gehen.

Gut die Toiletten sind konsequent Unisex heutzutage, daran müssen sich alle gewöhnen. Manche Dinge verändern sich wirklich für alle. Damit müssen wir dealen. Auch muss man damit klarkommen, dass man mehr Nacktheit sehen wird als vielleicht gewollt, mehr Ehrlichkeit. Ja, für das Berghain braucht es ein wenig Neugier und auch Toleranz und Verständnis für das Andere. Aber das Berghain ist eben auch mit seinem Publikum gewachsen mit der Zeit. Es ist vielfältiger geworden, wie auch die Gesellschaft die es spiegelt. Trotzdessen ist es ein Club für alle, ein Tempel für alle Technojünger in Berlin und der ganzen Welt. Hier kommen alle zusammen und finden ihren Platz, ihre Community, und haben es gelernt, das was sie haben, ihre Identität, gemeinsam zu feiern. Gerade auch in ihrer partikularen Unterschiedlichkeit.


Warum wächst die evangelikale Christenheit nicht mit ihrem Publikum?

Der Punkt ist – wir müssen reden! Es kann wirklich nicht sein, dass man sich gegenseitig über den Mund fährt, weil einem die Fragen des anderen nicht in den eigenen theologischen Kosmos passen. Und ja, vielleicht muss ich mich da auch mal an die eigene Nase fassen. Klar. Vielleicht müssen wir alle lernen mit Unterschiedlichkeit wieder besser umgehen zu können und trotzdem zusammen zu kommen. Aber – Es wäre eine Illusion der Konservativen, wenn man meinte die Fragen, die Menschen heute nun mal an Glauben stellen, ausradieren zu können. Und nein, für viele sind die tradierten evangelikalen Diskurse und Narrative da nicht mehr selbstverständlich, und werden es auch niemals wieder werden – und ich rede hier jetzt nicht von der Jungfrauengeburt oder vom Weihnachtsmann. Ich rede von dem ernsten Shit. Hey Leute – Wake up!

Wir werden miteinander leben lernen müssen. Als Evangelikale, als Post-Evangelikale, als Liberale. Und ich meine wirklich miteinander. Zumindest dann, wenn wir dem treu bleiben wollen, was Jesus sich für seine Gemeinde gewünscht hat.


I have a dream…

Mein Wunsch wäre, dass man sich in seinen unterschiedlichen Ansätzen respektieren und wertschätzen kann. Ich find es super, wenn Christen für sich sagen: „Für mich geht das traditionelle evangelikale Glaubensverständnis voll auf, ich begegne da Gott und kann meine Fragen dort beantworten. Für mich hat Gott immer alles in der Hand und einen Plan.“ Das will ich nicht kaputt machen. Das ist immens wertvoll und ich gönne das jedem, der das noch kann. Manchmal wünschte ich mir, das würde für mich auch noch funktionieren. Das tut es aber nicht. Vielleicht auch, weil ich, wie auch viele andere, aus meiner Biografie heraus einfach andere Fragen mitbringe und zu beantworten haben. Vielleicht auch, weil mir das mit dem Glauben einfach schwerer fällt, ich aber trotzdem Antworten suche, da ich Gott genauso brauche und suche wie jeder andere. Wir alle brauchen Gott.

Die Welt verändert sich. Der Glaube verändert sich. Schon immer. Wenn wir unseren Club nicht anpassen, uns nicht trauen die Türpolitik auch mal was lockerer zu machen, die Tore weiter zu machen, dann kommt da irgendwann keiner mehr durch und das wäre schade, weil das was wir haben als Christen, so überaus wertvoll sein kann. Da stimmen wir ja alle überein oder nicht?

Ich würde mir wünschen, dass wir lernen unsere Kämpfe um Deutungshoheit aufzugeben und die Waffen einfach einmal ruhen zu lassen. Dass wir aus unseren Schützengräben kommen, uns die Hand reichen und zusammen Weihnachten feiern. Egal ob wir Franzosen oder Deutsche sind. Dass wir lernen, dass es vielfältige Wege gibt Gott zu entdecken und das jeder Weg mit und zu Gott wertvoll ist und das es um jeden Mensch schade ist, der daran nicht teilhaben kann oder will, vielleicht auch weil ihm unsere unsinnigen Streitereien auf den Sack gehen.

Irgendwo hab ich mal geschrieben: „Meine Welt wäre erst in Ordnung, wenn ein Johannes Hartl und ein Rob Bell einmal gemeinsam auf der Bühne stehen.“ Und das meine ich durchaus so. Nicht um sich zu battlen, wenngleich Streiten natürlich auch immer wichtig ist, aber nur, wenn man sich am Ende auch Props geben kann. Sich Respekt zollt. Gerade auch, weil wir letztlich dann doch alle um den gleichen Shit kämpfen, nämlich das Gute, was von Gott kommt, irgendwie weiterzugeben und Menschen für die frohe Botschaft zu gewinnen, damit sie heil werden können. Damit sie etwa gewinnen, was ihnen Sinn ins Leben spricht, ihnen Kraft gibt dem Guten auch im Schlechten zu folgen und so, das Gute, dass Gott sich für uns gedacht hat, sich für uns alle wünscht, in dieser Welt zu vermehren. Ich bin für ein nebeneinander, für ein miteinander und nicht für ein gegeneinander – auch in unserem Streiten.

Letztlich stehen wir doch alle auf Techno. Wir sind keine Popper. Das macht uns eins. Ob wir nun wollen oder nicht. So what? Das muss doch irgendwie gehen. Man kann auch konstruktiv streiten, aber nur wenn wirklich gegenseitige Akzeptanz und auch gegenseitiger Respekt für die jeweils eigenen Argumentationen und Gedanken der Gesprächsteilnehmer herrschen. Nur wenn man sich gegenseitig auch ernst nimmt. Bisher sehe ich dies aber weder in der konservativen Bloggersphäre, noch bei einem Johannes Hartl auf der Mehr Konferenz, noch in der evangelischen Allianz.

Mundverbote und tabuisierte Fragen helfen uns nicht weiter. Sicherlich auch keine Fundi-Häme, Grünen-Witze oder Verschwörungstheorien. Vermutlich müssen wir da alle an uns arbeiten. Hier an der Kommunikation und dem Zusammen wirklich etwas zu ändern, das wäre aber mein Wunsch für die Zukunft der christlichen Community. Mit einer vernünftigen Gesprächskultur würde letztlich auch ein Manuel Schmid nicht, wie in diesem Fall geschehen, zu Unrecht zwischen die Räder des Diskurses kommen. Ich glaub die Progressiven sind dazu jederzeit bereit, wir haben überhaupt keinen Bock auf Kulturkampf. Wir haben einfach nur Fragen, die wir auch stellen wollen. – Wie schaut es bei den Konservativen da aus?


Der Jason Liesendahl hat parallel zu mir auch einen Kommentar auf dem Blog der Mosaik Community Düsseldorf veröffentlicht! Auch sehr lesenswert!


Photo by Simon Tartarotti on Unsplash

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