Interview: Lockdown in Gütersloh. Die Vergessenen von #Tonnies

Sommer 2020, Corona-Lockdown im Kreis Gütersloh: Schulen, Kitas und öffentliche Gebäude schließen, Kontaktsperren vom März treten wieder in Kraft. Die Infektionsfälle beim Fleischproduzenten Tönnies haben einige Wochen lang die Republik aufgeregt. Aber zum Glück leben wir ja alle im gut organisierten Deutschland, das so einen Ausbruch in ein paar Wochen wieder eingedämmt kriegt. Irgendwann darf die „allgemeine Bevölkerung“ doch noch in den verdienten Urlaub.

Aber: Wie erleben die Leute, die nun wochenlang in Quarantäne landen, diese Situation? Es geht hier um Menschen aus Osteuropa, die seit Jahrzehnten als billige Arbeitskräfte in unserer Nachbarschaft unter teilweise extrem schwer erträglichen Verhältnissen wohnen – und dort nun wochenlang eingesperrt waren. Wir reden von mehreren tausend Menschen; offizielle Zahlen konnte ich nicht finden. Jedenfalls standen sie vor richtig dringenden Fragen: Wie lange dauert die Quarantäne, wann kriegen sie ihre Testergebnisse, was ist mit ihrem Gehalt? Und wer kauft wenigstens für sie sauberes Trinkwasser? Fassungslos erleben sie einen Staat, in dem für ihre Fragen scheinbar niemand zuständig ist.

Emanuela war im Kreis Gütersloh als Rumänisch-Übersetzerin im Einsatz und hat dann einige Wochen lang aus privater Initiative überall mit angepackt. Heute packt sie aus: Wie fühlt es sich an, unter Tönnies-Bedingungen zu arbeiten und vor allem zu wohnen? Was müsste passieren, damit wir unsere Nachbarn überhaupt als Teil derselben Gesellschaft wahrnehmen?

In diesem Gespräch sollen diejenigen eine Stimme bekommen, die sonst nichts zu melden haben. Den Infektionsschutz nehmen wir hier in Gütersloh – natürlich – sehr ernst und treffen uns an der frischen Luft. Darum auch die Verkehrsgeräusche im Hintergrund.

Viel Spaß mit dieser Episode von Gott ist Links!

Interview: Lockdown in Gütersloh. Die Vergessenen von #Tönnies #gottistlinks

Sommer 2020, Corona-Lockdown im Kreis Gütersloh: Schulen, Kitas und öffentliche Gebäude schließen, Kontaktsperren vom März treten wieder in Kraft. Die Infektionsfälle beim Fleischproduzenten Tönnies haben einige Wochen lang die Republik aufgeregt. Aber zum Glück leben wir ja alle im gut organisierten Deutschland, das so einen Ausbruch in ein paar Wochen wieder eingedämmt kriegt. Irgendwann darf die „allgemeine Bevölkerung“ doch noch in den verdienten Urlaub. Aber: Wie erleben die Leute, die nun wochenlang in Quarantäne landen, diese Situation? Es geht hier um Menschen aus Osteuropa, die seit Jahrzehnten als billige Arbeitskräfte in unserer Nachbarschaft unter teilweise extrem schwer erträglichen Verhältnissen wohnen – und dort nun wochenlang eingesperrt waren. Wir reden von mehreren tausend Menschen; offizielle Zahlen konnte ich nicht finden. Jedenfalls standen sie vor richtig dringenden Fragen: Wie lange dauert die Quarantäne, wann kriegen sie ihre Testergebnisse, was ist mit ihrem Gehalt? Und wer kauft wenigstens für sie sauberes Trinkwasser? Fassungslos erleben sie einen Staat, in dem für ihre  Fragen scheinbar niemand zuständig ist. Emanuela war im Kreis Gütersloh als Rumänisch-Übersetzerin im Einsatz und hat dann einige Wochen lang aus privater Initiative überall mit angepackt. Heute packt sie aus: Wie fühlt es sich an, unter Tönnies-Bedingungen zu arbeiten und vor allem zu wohnen? Was müsste passieren, damit wir unsere Nachbarn überhaupt als Teil derselben Gesellschaft wahrnehmen? In diesem Gespräch sollen diejenigen eine Stimme bekommen, die sonst nichts zu melden haben. Den Infektionsschutz nehmen wir hier in Gütersloh – natürlich – sehr ernst und treffen uns an der frischen Luft. Darum auch die Verkehrsgeräusche im Hintergrund. Viel Spaß mit dieser Episode von Gott ist Links!
  1. Interview: Lockdown in Gütersloh. Die Vergessenen von #Tönnies
  2. Es war einmal… die Demokratie #Postdemokratie
  3. Alles Verschwörung? #Querdenkerbommel

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Photo by Calvin Ma on Unsplash

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